Friedrich Merz und die CDA – das ist eine unverhoffte Liebesgeschichte. Merz, einst Säulenheiliger des Wirtschaftsliberalismus in der CDU, und der linke Arbeitnehmerflügel sind eigentlich kein designiertes Pärchen. Doch an diesem Wochenende schon.
Die christdemokratischen Arbeitnehmer unter ihrem Chef Dennis Radtke sind eigentlich eher dafür bekannt, Merz in die Parade zu fahren. In Marburg, auf der CDA-Bundestagung, demonstrieren sie mit dem Kanzler Einigkeit. Dabei ist Radtke mit seinem Flügel eine Bastion des Merkelismus in der Union – einst Feindesland für Merz. Doch solche Bastionen sind offenbar die letzten, in die sich der einstige Anti-Merkel noch flüchten kann.
„Nur SPD und Union, Union und SPD zusammen können unser Land wieder auf Kurs bringen und diese Lähmung aufbrechen, die uns seit so langer Zeit befallen hat“, erklärt Merz mal wieder. „Es ist nämlich eine Illusion zu glauben, dass man in einer debattier- und diskussionsfreudigen Demokratie quasi handstreichartig derartige Reformen einfach mal so durchschießen kann“, sagte der Bundeskanzler. „Das funktioniert nicht in einer Demokratie.“
Parteipressekonferenzen von Die Linke, CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen











