Es gibt gute Gründe, das „Unwort des Jahres“ nicht ernst zu nehmen. Doch die aktuelle Wahl von „Sondervermögen“ bietet wenigstens einen interessanten Aspekt. In den letzten Jahren hießen die Unwörter „Remigration“, „Klimaterroristen“ oder „Corona-Diktatur“. Die Kommission entschied sich also durchgehend für Begriffe, die es Kritikern erlaubte, die Auswüchse grün-linker Politik zusammenzufassen und so auf den Punkt zu bringen. Nun ist es ein Wort, mit dem grün-linke Politiker von Felix Banaszak bis Friedrich Merz versuchen, das Scheitern ihrer Politik zu beschönigen. Ihr Teppich beginnt zu fliegen – weil der Dreck darunter ihn steigen lässt.
Auf Initiative der schwarz-roten Regierung ändert der Bundestag nun das Bundesjagdgesetz. Aktuell befasst sich der Ausschuss für Landwirtschaft mit der Ansiedlung. Die sei ein „Erfolg der Artenschutzpolitik“ heißt es dazu im Antrag der Regierung. 4300 Nutztiere haben Wölfe im Jahr 2024 laut offizieller Statistik in Deutschland gerissen. Damit verursachten sie einen Schaden von alles in allem knapp 25 Millionen Euro.
Das war auch der Regierung Friedrich Merz (CDU) zu viel des Erfolgs. „Die Wolfsübergriffe führen zu erheblichen und potenziell existenzbedrohenden Belastungen für die Weidetierhalter“, heißt es in dem Antrag. Es sei an den Haltern gewesen, ihre toten Tiere zu beseitigen – oder schwerverletzten Tieren den Gnadentod zu gewähren. Das, so gibt die Regierung Merz zu, ist „psychisch sehr belastend“ für die Halter.
WM 2026 in USA: Fifa-Skandal! Trump ruft Infantino an! Sperre für US-Spieler aufgehoben I WELT LIVE











