In einer Betriebsversammlung mit über 1.100 Mitarbeitern, über die Nius berichtete, hat Chefredakteurin Bettina Schausten den Skandal um ein KI-generiertes Video im Heute-Journal thematisiert. Der Beitrag vom 15. Februar beleuchtete ICE-Abschiebungen in den USA und verwendete dazu ein solches Video sowie vier Jahre altes, aus dem Kontext gerissenes Material – ohne Kennzeichnung oder erneute Prüfung.
Vor allem im Umgang mit dem Skandal habe man grundlegend versagt. Schausten räumt hier ein, dass das ZDF in der Kommunikation schlicht Unwahrheiten verbreitet habe. „Das können wir uns so nicht noch mal erlauben. Und das ist mit ein Großteil auch der öffentlichen Wirkung, weil wir einfach den Leuten nicht die Wahrheit gesagt haben.“ Ein Mitarbeiter entgegnete hier, dass man es schlicht nicht besser gewusst habe: „Man hätte es schon früher besser wissen können und dann auch entsprechend reagieren müssen“, reagierte Schausten hierauf.
Bezüglich des Skandals selbst erklärte sie: „Es ist ist wissentlich (geschehen)“. Die zuständige Redakteurin hätte zu sich selbst gesagt: „Ach, das geht ja, wenn ich es kennzeichne. Sie wollte es noch nicht mal verheimlichen, dass es KI ist.“ Und weiter: „Es war eine Szene, die KI-generiert war, die an dieser Stelle eingeschnitten wurde und eben leider auch wissentlich eingeschnitten wurde. Die Überprüfung des Materials hat nicht nochmal stattgefunden. Und dabei wäre, davon kann man ausgehen, das aufgefallen, weil das bekannte Falschszenen aus dem Netz waren.“
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











