Seit einer Woche halten die Demonstrationen gegen das Mullah-Regime im Iran an. Von mehreren Toten wurde erneut berichtet, ebenso kam es zu dutzenden Festnahmen, wie die Menschenrechtsgruppe Hengaw erfuhr. Mindestens 17 Tote konnte die in Norwegen ansässige kurdische Gruppe bereits für die bisher erste Protestwoche verifizieren.
Letzte Nacht soll es besonders im Bezirk Malekshahi tödlich zugegangen sein. Hier sollen vier Menschen ums Leben gekommen sein. Die Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) sollen die Demonstranten erschossen haben. Der Internetzugang im Iran ist stark gedrosselt worden. Wie das IT-Unternehmen Cloudflare in seinem Radar zeigte, gab es zeitweise einen Einbruch im Internet-Traffic um ein Drittel, mittlerweile sei das Volumen knapp 15 Prozent niedriger als üblich. Auch Oppositionelle in den sozialen Medien berichteten von Einschränkungen im Netz.
Das Ziel der Drosselung soll neben der Erschwerung der Protestorganisation auch die Verhinderung der Verbreitung von Bildern und Videos ins Ausland sein, so iranische Oppositionelle. Derweil hat Machthaber Khamenei den Demonstranten direkt gedroht: „Wir werden uns den Feinden nicht beugen“, schrieb das geistige Oberhaupt der Mullahs auf X, „wir werden die Feinde auf die Knie zwingen“.
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