Das Schisma von Ecône

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Das Schisma von Ecône
Bildquelle: Tichys Einblick

Einen letzten Versuch unternahm der Papst am 29. Juni. Ein symbolisch aufgeladenes Datum, denn die katholische Kirche feiert an dem Tag die Heiligen Petrus und Paulus. Der Nachfolger Petri machte den Piusbrüdern klar: „Kehrt um!“ Gemeint war das Vorhaben der Priesterbruderschaft Sankt Pius X. (FSSPX), gegen den Willen des Pontifex vier neue Bischöfe zu weihen.

In seinem letzten Appell schrieb Leo XIV.: „Ich ermahne euch, das geistliche Wohl der Gläubigen sorgfältig zu bedenken, denn der schismatische Akt, den ihr begehen wollt, würde sie des rechtmäßigen und in manchen Fällen sogar gültigen Empfangs der Sakramente berauben, die sie lieben und für ihre Heiligung suchen.“

Schismatischer Akt – die Drohung war also klar. Neu war der Vorgang nicht. Bereits 1988 hatte die FSSPX solche Weihen vollzogen. Wer in der katholischen Kirche Bischöfe ohne päpstliche Zustimmung weiht, wird exkommuniziert. Die Piusbrüder ließen sich nicht davon beirren: Am 1. Juli fanden die Weihen in Ecône statt. Die Bruderschaft bewertete den Vorgang im Nachhinein als „tiefe Freude“.

Der Hammer aus Rom knallte härter als gedacht. Nicht nur die neuen Bischöfe und diejenigen, die sie geweiht hatten, wurden exkommuniziert, sondern die gesamte Bruderschaft wurde als schismatisch deklariert. Zusätzlich kassierte der Vatikan das bisherige Recht der Piusbrüder ein, die Sakramente von Ehe und Beichte zu spenden. Das ist auch ein Schlag für viele Laien und die sozialen Verflechtungen innerhalb der Gemeinden.

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