Evonik-CEO Christian Kullmann sieht seinen Chemiekonzern und den Wirtschaftsstandort Deutschland gefährdet: Sobald Unternehmen dem europäischen Emissionshandel unterworfen sind, schwindet die internationale Wettbewerbsfähigkeit. Ein DAX-Unternehmen pflichtet den Worten des Evonik-Chefs nun bei.
An mehreren Stellen appellierte der Chemie-Boss an die Politik, gab der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ein Interview, sprach mit Reportern der Süddeutschen Zeitung. Sogar in den Tagesthemen stellte sich Kullmann dem Klimaverhör von Moderatorin Julia-Niharika Sen. Kullmanns messerscharfe Analyse: Der europäische Emissionshandel sei „eine formal-bürokratische Trickserei ohne Effekt“. Er fordert eine radikale Reform bzw. die Abschaffung des CO2-Preises. Volkswirtschaftlich sei das jetzige System „Irrsinn“.
Stattdessen schlägt der Evonik-CEO vor: „Wir müssen Geld investieren in Forschung, Geld investieren in neue Technologien. Und dieses Geld, das wir dringend brauchen, jetzt in eine CO2-Gebühr zu stecken, das ist sinnlos! Das ist nicht gut. Das kostet Zukunft. Deshalb müssen wir das eben vermeiden.“
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