Chemieagenda 2045: Strompreise subventionieren, ohne von der Klimaideologie abzurücken

vor 3 Monaten

Chemieagenda 2045: Strompreise subventionieren, ohne von der Klimaideologie abzurücken
Bildquelle: Tichys Einblick

Neben der Automobilindustrie hat keine andere Branche einen härteren Wirkungstreffer durch die Klima- und Energiepolitik erlitten als die Chemiewirtschaft. Durch massive Überregulierung geraten die deutschen Betriebe immer tiefer in das schwere Fahrwasser der grünen Transformation und kämpfen gegen die übermächtige Konkurrenz aus Asien und den Vereinigten Staaten – meist auf verlorenem Posten.

Dass nun selbst das deutsche Flaggschiff BASF, der weltweit größte Chemiekonzern, seine Investitionen zunehmend zum großen Konkurrenten China verlagert und sich damit wie so viele andere auch still und leise vom Wirtschaftsstandort Deutschland entfernt, scheint inzwischen auch in Berlin den einen oder anderen aufgeschreckt zu haben, der allzu lange auf die Vogelstrauß‑Taktik gesetzt und wohl gehofft hatte, die deutsche Wirtschaftsflaute sei lediglich ein vorübergehendes Phänomen.

Der deutschen Chemieindustrie geht es schlecht. Es geht ihr so schlecht, dass sie inzwischen mit einer Kapazitätsauslastung von nur noch etwa 70 Prozent operiert – ein Todesurteil für eine wachsende Zahl von Betrieben, die allein im vergangenen Jahr mehrere Zehntausend Arbeitsplätze abbauen mussten.

Die deutsche Chemieindustrie zählte einmal zu den Posterboys des Wirtschaftsstandorts – zu einer Zeit, da die Wirtschaftspolitik noch als Kunst ordnungspolitischer Rahmensetzungen galt und es in der Bundesrepublik gelang, Ideologen, Interventionisten und politische Karrieristen in Schach zu halten.

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