In Ceuta ist die Invasionskrise in eine offene Auseinandersetzung auf den Straßen und Stränden der spanischen Exklave übergegangen. Am Donnerstagabend durchbrachen Demonstranten eine Polizeisperre am Strand Benítez, drangen in die dortigen Behelfslager von Migranten ein und setzten sie in Brand. Aufnahmen des spanischen Fernsehens zeigen Feuer zwischen den provisorischen Unterkünften.
Die Migranten zogen sich auf eine Mole zurück, während die Polizei mit voller Härte gegen die eingedrungenen Demonstranten vorging.
Zuvor hatten bereits Dutzende Einwohner versucht, die Versorgung der Invasoren durch das Rote Kreuz zu verhindern. Sie blockierten die Straße und versperrten Hilfsfahrzeugen mit Lebensmitteln den Weg zum Strand El Trampolín. Die Polizei ließ die Fahrzeuge wegen der Blockade schließlich umkehren. Demonstranten riefen „Raus mit dem Roten Kreuz“ und „Ceuta wird nicht verkauft, Ceuta wird verteidigt“. Später gelangten Teile der Menge an den Polizeiketten vorbei zum Lager.
Die Gewalt hatte sich bereits am Mittwochabend immer weiter hochgeschaukelt. Sicherheitskräfte setzten Tränengas ein, um illegale Eindringlinge und aufgebrachte Einwohner Ceutas voneinander zu trennen. Aufnahmen zeigen den Einsatz von Gummigeschossen gegen Demonstranten. Barrikaden wurden errichtet, Container auf Straßen geschoben. Seit Tagen ziehen Einwohner durch die Stadt und verlangen die sofortige Rückführung der noch immer in Ceuta lebenden illegal eingedrungenen Invasoren.
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