Die Partei BSW (Bündnis Sahra Wagenknecht) wurde von der diesjährigen Berliner CSD-Parade ausgeladen. Der Veranstalter, der Berliner CSD e. V., wies eine Anmeldung des BSW als Fußgruppe zurück, wie der Tagesspiegel berichtete. Zur Begründung erklärte der Vorstand, eine Teilnahme des BSW sei „nicht mit den Grundsätzen, Zielsetzungen und dem Selbstverständnis des Berliner CSD vereinbar“.
Das BSW reagierte indes mit Kritik auf die Entscheidung. Der Berliner Landesvorsitzende und Abgeordnete Alexander King erklärte gegenüber der Ostdeutschen Allgemeinen, dass man gerne beim CSD mitgelaufen wäre und die Absage bedauere. „Wir haben ein Gespräch angeboten, aber keine Antwort darauf erhalten“, so King. Die Entscheidung zeige seiner Ansicht nach, „dass wichtige gesellschaftliche Anliegen zunehmend parteipolitisch und ideologisch vereinnahmt werden“, so der BSW-Politiker. Er erklärte auch, dass der CSD-Vorstand seine Begründung vage gehalten habe, was die Entscheidung schwer nachvollziehbar mache.
Das BSW sei „in keiner Weise queerfeindlich eingestellt“, stellte der Politiker noch einmal fest. Eine kritische Haltung der Partei zu bestimmten Sprachreformen oder rein symbolpolitischen Maßnahmen sei keine Ablehnung der Community. Parteien wie die CDU und die SPD dürfen dagegen an der Parade teilnehmen und sind dazu explizit eingeladen. Die Berliner CSD-Parade findet in diesem Jahr am 25. Juli statt und zählt mit zehntausenden Teilnehmern zu den größten Pride-Paraden Europas.
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