Deutschlands gesetzliche Krankenversicherung steuert auf die nächste Beitragserhöhung zu. Das Defizit für 2026 könnte nach Kassenangaben auf bis zu 15 Milliarden Euro anwachsen. Die Ausgaben steigen, die Reserven schmelzen, die Unruhe im System wächst. Und wieder läuft alles auf dieselbe Pointe hinaus: Bezahlen soll am Ende nicht der Staat, sondern derjenige, der ohnehin schon jeden Monat abliefert.
Besonders brisant ist dabei der Block Bürgergeld. Für Empfänger dieser Leistung überweist der Bund nach den Angaben des Berichts derzeit nur 140 Euro pro Monat an die Krankenkassen. Nach Darstellung der Kassen reicht das hinten und vorne nicht. Die Unterdeckung summiert sich demnach auf rund zehn Milliarden Euro im Jahr. Diese Summe verschwindet nicht im Nebel. Sie taucht als Belastung bei Kassen, Arbeitgebern und regulären Beitragszahlern wieder auf.
Damit liegt der Kern des Problems offen zutage. Die Politik beschließt Leistungen, verweigert aber die ehrliche Finanzierung. Der Bundeshaushalt schont sich, während die Sozialversicherungen als Ausweichkasse herhalten. Auf dem Papier wirkt das elegant. In der Realität ist es ein grober Zugriff auf die Einkommen derjenigen, die das System tragen.
PUTINS KRIEG: Heftige Angriffe vor Nato-Gipfel! Russland feuert massiv auf Ukraine I WELT LIVESTREAM











