Bringen sich ARD und ZDF selbst zu Fall? Jetzt prangert sogar die Union mangelnde Pluralität und Toleranz an

vor 10 Monaten

Bringen sich ARD und ZDF selbst zu Fall? Jetzt prangert sogar die Union mangelnde Pluralität und Toleranz an
Bildquelle: NiUS

Der Rauswurf von Julia Ruhs beim NDR hat in der CDU Unmut ausgelöst. Sonst so verschiedene Protagonisten wie Markus Söder und Daniel Günther sehen die Meinungsvielfalt im öffentlich-rechtlichen Bezahlfernsehen gefährdet. Auch konservative Meinungen hätten ihre Berechtigung. Von einem „neuen Tiefpunkt in Sachen Debattenkultur“ ist die Rede.

Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass das Gebührenfernsehen – ebenso wie der Deutschlandfunk – geradezu unreformierbar erscheint, so haben die beiden Sender in den vergangenen Tagen in Hülle und Fülle geliefert. Die Reaktionen auf das tödliche Attentat auf Charlie Kirk in den USA und die kalte Entsorgung von Julia Ruhs beim NDR wegen Abweichung vom Linkskurs liefern ein besonders eklatantes Beispiel für die Schieflage der öffentlich-rechtlichen Bezahlsender.

Kürzlich zeigte eine neue Untersuchung des Schweizer Unternehmens Media Tenor, wie gering das Vertrauen der Deutschen in ihre Institutionen geworden ist. Besonders schlecht schneidet der öffentlich-rechtliche Rundfunk bei den Befragten ab. Nicht einmal jeder Dritte (31 Prozent) äußert Vertrauen in das Programm von ARD, ZDF und Co., bei den Jüngeren (16- bis 29-Jährigen) sind es sogar nur 25 Prozent.

Fiel der ÖRR schon lange immer wieder mit einseitiger Berichterstattung auf, gehe es ums Klima, um die AfD, um Migration, Corona, Trump oder Israel. Die Besetzung von politischen Talk-Runden ist ebenso vorhersehbar wie das Wording in der tagesschau. Nun offenbarte er binnen weniger Tage sein Hauptproblem „in einer Nussschale“: seinen Hang zum stramm linken Framing und seine Bereitschaft, jeden hinauszukicken, der aus dem (selbst)verordneten Narrativ auszubrechen droht.

Dunja Hayali verleumdete Charlie Kirk und wechselte in die Opferrolle.

Den Anfang machten Dunja Hayali und Elmar Theveßen nach dem Mord an Charlie Kirk. Hayali moderierte einen Beitrag dazu so an: Zwar sei das Feiern des Todes von Charlie Kirk „mit nichts zu rechtfertigen“, jedoch: „auch nicht mit seinen oftmals abscheulichen, rassistischen, sexistischen und menschenfeindlichen Aussagen“. Außerdem sei Kirk ein „radikal-religiöser Verschwörungsanhänger“ gewesen, insgesamt also einer, um den es nicht schade sein kann, weil er Gründe genug für seine Ermordung geliefert hat.

Auch in eigener Sache greift Hayali zur Täter-Opfer-Umkehr: Der Skandal ist zwar ihre „Einordnung“, also die Verleumdung des Toten und Desinformation der Zuschauer, doch habe sie als Reaktion hässliche Kommentare und „Morddrohungen“ geerntet, weshalb sie jetzt eine kleine Auszeit nehmen wolle. Die angeblichen Morddrohungen wurden von diversen Medien behauptet und als das eigentliche Opfer des Eklats stand nun Hayali da.

In der Talkshow Markus Lanz behauptete der „USA-Experte“ Elmar Theveßen: „Er (Kirk) hat gesagt beispielsweise, dass Homosexuelle gesteinigt werden müssten. Er hat gesagt, die Frau muss sich dem Mann unterwerfen. Er hat gesagt, dass Schwarze die Positionen der Weißen wegnehmen. [...] Wenn man in einem Flugzeug sitzt mit einem schwarzen Piloten, muss man Angst haben.“ Die Vereinigten Staaten seien „auf dem Weg in eine Autokratie und in einen Faschismus“.

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