Ein schwerer Fehler der Beamtenschaft – oder doch eine gewaltige Problematik, die nun für alle sichtbar ist? 440 Wahlberechtigte erhielten in Magdeburg ihre Briefwahlunterlagen doppelt. Die Stadtverwaltung reagierte relativ rasch, erklärte die betroffenen Wahlscheine für ungültig und versandte neue Dokumente mit eindeutigen Nummern. Eine Mehrfachstimmabgabe sei dadurch ausgeschlossen, betonte das Wahlamt.
Die Ursache des Fehlers sei ein Versehen beim Druck der Briefwahlunterlagen gewesen: Die 440 Wahlscheine wurden versehentlich zweifach produziert und anschließend auf dem Postweg verschickt.
Die Landeswahlleitung wurde über die Panne vollumfänglich informiert. Allein in Magdeburg lagen bis Montag bereits 48.300 Anträge auf eine Briefwahl vor; bis zum Wahltag rechnet die Stadt mit etwa 55.000. In Halle und Magdeburg zusammen haben mehr als 87.000 die Bürger Briefwahl beantragt – das ist ein deutlicher Anstieg gegenüber früheren Wahlen.
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