Angela Merkel ist am Dienstag im Europäischen Parlament in Straßburg mit dem eigens geschaffenen Europäischen Verdienstorden ausgezeichnet worden. Die frühere Bundeskanzlerin erhielt die höchste Stufe der neuen EU-Auszeichnung. Ebenfalls geehrt wurden der frühere polnische Präsident Lech Wałęsa und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, der bei der Verleihung nicht anwesend war.
Nach Angaben des Europäischen Parlaments nahmen 13 der 20 ersten Preisträger an der Zeremonie im Plenarsaal teil. Die Auszeichnungen wurden von Parlamentspräsidentin Roberta Metsola und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen überreicht. Der Orden wurde anlässlich des 75. Jahrestags der Schuman-Erklärung geschaffen und soll Personen ehren, die sich nach Auffassung des Parlaments um europäische Integration und europäische Werte verdient gemacht haben.
Mehrere rechte Abgeordnete, darunter Vertreter der AfD, blieben der Veranstaltung demonstrativ fern – offenbar um ein Zeichen zu setzen. Die Berliner Zeitung berichtet, Mitarbeiter des Europäischen Parlaments hätten freie Plätze der Abgeordneten eingenommen. Der EU-Abgeordnete Martin Sonneborn (Die Partei), der während der Veranstaltung im Saal saß, bestätigte dies gegenüber dem Blatt. Leere Plätze seien mit Mitarbeitern besetzt worden. Selbst zu DDR-Zeiten sei so etwas nicht nötig gewesen. Der BSW-Politiker Fabio Di Masi, ebenfalls MdEP, bestätigte das.
Parteipressekonferenzen von Die Linke, CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen











