Der Protest gegen die Gründung des hessischen Landesverbands der AfD-Jugend erhielt geistlichen Beistand: In Fulda-Johannesberg hat der katholische Bischof Michael Gerber am Samstagmorgen junge Mitglieder katholischer Jugendverbände gesegnet, bevor diese an einem sogenannten „Demokratiefest“ teilnahmen. „Ich bin dankbar, dass junge Menschen heute Verantwortung übernehmen – friedlich, sichtbar und gemeinsam“, sagte Gerber in einer Pressemitteilung. Zunächst hatte Welt darüber berichtet.
Der Anlass des Festes ist politisch: Der Verein „Fulda stellt sich quer“ richtet das ganztägige Programm ab 11 Uhr als Gegenveranstaltung zur zeitgleichen Gründung des hessischen Landesverbands der AfD-Jugendorganisation „Generation Deutschland“ aus. Zur Teilnahme haben neben katholischen Jugendverbänden auch der evangelische Fuldaer Dekan Thorsten Waap, der DGB Hessen-Thüringen, der Paritätische Hessen, der Landesausländerbeirat sowie der LandesFrauenRat Hessen aufgerufen. Das Programm wird unmittelbar vor dem Tagungsort der AfD-Jugend stattfinden.
Der als gemeinnützig anerkannte Verein „Fulda stellt sich quer“ (FSSQ) will nach eigener Aussage die AfD zerstören. So sagt der hessische Verein zum Beispiel: „Die AfD ist eine von Faschist*innen geführte Partei. Ihre bloße Existenz ist eine Schande.“ Diese Haltung wird indirekt von der Bundesregierung gefördert – mit 144.366 Euro vom Bundesfamilienministerium. Das stellte sich Anfang 2025 heraus. Laut der Fuldaer Zeitung erhielt der Verein das Geld über die „Partnerschaft für Demokratie“ von der Stadt Fulda, die das Geld wiederum über das Projekt „Demokratie Leben“ vom Familienministerium erhalten hat. Die Summe entspricht einem Drittel der Gesamtförderung, die die Stadt Fulda erhält und weiter verteilt.
Parteipressekonferenzen von Die Linke, CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen











