Im niederbayrischen Vilsbiburg wurde ein 11-jähriges Mädchen jeden Tag nach der Schule in eine Abstellkammer gesperrt. Der Raum, nur etwa vier Quadratmeter groß, ohne Toilette, diente als Fahrrad-Lager, wie die Bild berichtete. Wenn das Kind sich erleichtern musste, sollte es in den Garten gehen. Einen Schlüssel zum Haus habe sie nicht besessen, heißt es.
Zeugen bemerkten die seltsamen Vorgänge und alarmierten die Polizei. Das Jugendamt schaltete sich ein und sprach mit den Eltern. Der Grund für das Aussperren des Kindes, so die Eltern: Man hätte Angst, die Tochter würde im Haus etwas anstellen. Das Mädchen wurde derweil zur Polizeiinspektion gebracht. Mittlerweile durfte es nach Hause zurückkehren. Nun wird gegen die Eltern ermittelt wegen Verletzung der Fürsorge- und Aufsichtspflicht, so die Polizei.
Jetzt spricht der Vater und dementiert. Es habe sich nicht um einen Abstellraum gehandelt. Das „Nebenzimmer“ sei „gemütlich eingerichtet“, damit sich die 11-Jährige wohlfühlen kann, wenn sie „für ein paar Minuten“ auf die Eltern warte.
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