Ginge es Bundesjustizministerin Stefanie Hubig nur darum, gegen „digitale Gewalt“ vorzugehen, könnte sie sich am unter Trump verabschiedeten „Take it Down Act“ ein Beispiel nehmen: Dieses in den USA eingeführte Gesetz gegen Rache-Pornos mit echten Bildern sowie KI-generierten Fotos und Videos geht auf eine Initiative von US-Senator Ted Cruz und First Lady Melania Trump zurück.
Während Hubigs Gesetzentwurf, der zurzeit in Bearbeitung ist, eine drastische Gefährdung der Privatsphäre darstellt (nicht nur die Verbreitung, schon die Herstellung solchen Materials soll strafbar sein und auch Inhalte könnten erfasst werden, die geeignet sind, „dem Ansehen“ einer Person erheblich zu schaden, also etwa politische Satire-Memes), beschränkt sich der Take It Down Act auf die Entfernung von Inhalten sexueller Natur.
Das Gesetz der Vereinigten Staaten zielt darauf ab, gegen nicht einvernehmliche intime Bildaufnahmen (oft als „Rachepornografie“ bezeichnet) sowie gegen Deepfakes vorzugehen, die auf Websites und in sozialen Medien veröffentlicht und typischerweise mithilfe von künstlicher Intelligenz erstellt werden.
Immer mehr Frauen und Mädchen werden Opfer von Deepfake-Pornos. In den USA gibt es seit 2025 ein spezielles Gesetz zu ihrem Schutz davor.
Senator Ted Cruz aus Texas setzte sich 2024 besonders dafür ein, nachdem eine jugendliche Wählerin im Jahr zuvor Opfer nicht einvernehmlicher Deepfakes geworden war. Mehrere Schülerinnen einer Highschool in Aledo, Texas, waren sexuell belästigt worden. Ein Mitschüler hatte scheinbar harmlose Fotos von ihnen aufgenommen, diese jedoch mithilfe vorhandener Software manipuliert und sie über einen anonymen Account auf Snapchat so veröffentlicht, dass die Mädchen nackt erschienen.
Obwohl Texas Gesetze gegen Deepfake-Videos hatte, gab es keine Regelung, die manipulierte Fotos erfasste. Es bedurfte einer persönlichen Intervention des Senators, um Snapchat zur Entfernung der Bilder zu veranlassen. Das ging dann plötzlich binnen einer Stunde.
Parteipressekonferenzen von Die Linke, CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen











