Deutschland bleibt für afghanische Asylbewerber das attraktivste Zielland. Wie die Welt am Sonntag unter Berufung auf bisher unveröffentlichte Zahlen der Asylagentur der Europäischen Union (EUAA) berichtete, entfielen von den rund 51.147 gestellten Asylanträgen im ersten Halbjahr 37 Prozent, also knapp 19.000 auf Deutschland. Darauf folgten die Türkei und Syrien mit jeweils neun Prozent.
Zwar sind die Asylanträge um etwa 27 Prozent zurückgegangen, trotzdem bleibt Deutschland auf Platz vier im EU-Vergleich. Spitzenreiter bleibt das Nachbarland Frankreich mit 65.539 Anträgen, knapp gefolgt von Italien mit 63.985 Gesuchen und Spanien mit 53.888. Die letzten Plätze belegen Litauen mit 130 Anträgen, die Slowakei mit 66 Anträgen und Ungarn mit lediglich 49.
In der gesamten Europäischen Union waren es bis zur Mitte des Jahres ungefähr 321.000 Personen; in der Statistik werden auch Norwegen und die Schweiz, aufgeführt, obwohl diese nicht Teil der EU sind. Insgesamt entspricht dies einem Rückgang von rund 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit bewegt sich die Zahl der Anträge auf dem Niveau von 2021, als im gesamten Jahr insgesamt 632.655 Asylanträge gestellt wurden.
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