Vor einiger Zeit erlebte die Bundesrepublik einen parteipolitischen Erfolg, der von kurzer Dauer war und heute fast schon vergessen scheint. Die Piratenpartei schaffte es in mehrere Landtage und schien sich als neuer politischer Player zu etablieren. Doch es fehlte an einem konsistenten Programm und an seriösem Personal. Der Stern der Piratenpartei verglühte rasch.
Auch wenn signifikante Unterschiede zwischen der Piratenpartei und dem BSW bestehen: Dem Bündnis Sahra Wagenknecht könnte ein ähnliches Schicksal bevorstehen. Bei den ersten Wahlen erzielte das BSW große Erfolge. In Thüringen, Sachsen und Brandenburg kam die junge Partei auf zweistellige Werte. Das BSW wurde in Thüringen sogar Teil der Regierungskoalition. Doch ein nachhaltiger Erfolg für die Partei um die Ex-Linke Sahra Wagenknecht und ihren Mann Oskar Lafontaine stellte sich nicht ein.
Den sicher geglaubten Einzug in den Deutschen Bundestag verpasste das BSW um wenige Stimmen. Seitdem versucht Sahra Wagenknecht mit allen Mitteln, ihre Partei aus der politischen Verantwortung herauszulösen. In Brandenburg scheiterte die Koalition des BSW mit der SPD. Doch es gibt auch Widerstand gegen den Kurs als Fundamentalopposition. Das Thüringer BSW hält auf Gedeih und Verderb an seiner Regierungsbeteiligung mit dem mutmaßlichen Plagiator Mario Voigt fest.
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