Lars Klingbeils Auftritt beim Sozialisten-Gipfel in Barcelona, bei dem die Grenzen zwischen Staatsamt und Parteifunktion zeitweise verschwammen, sorgt beim Koalitionspartner für Unmut. Gegenüber NIUS wirft die CDU-Abgeordnete Saskia Ludwig der SPD jetzt „gesellschaftliche Spaltung“ vor. Die SPD sei „keine Partei der Mitte“ mehr. Offen bleibt: Wer hat die Reise von Klingbeil eigentlich bezahlt?
Von Katerstimmung keine Spur bei den Sozialdemokraten nach diesem Wochenende. Der Linken-Gipfel vom Samstag soll der angeschlagenen SPD neuen Schwung verleihen. Generalsekretär Tim Klüssendorf sprach am Montag von einem „tollen Signal“, das von dem Treffen mit 4.000 Teilnehmern aus über 40 Ländern ausgegangen sei. Er habe „Zusammenhalt gespürt“ und verwies auf „gleiche Aufgaben für unsere Parteien“.
Gemeinsam mit Finanzminister Lars Klingbeil und Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan war Klüssendorf nach Barcelona gereist, wo sich die internationale Linke zur Vernetzung versammelte und der globalen Rechten ebenso wie den Superreichen den Kampf ansagte. Die Konferenz verstand sich nach eigener Darstellung als „notwendige Alternative zu konservativen und rechtsextremen Kräften“ – als Gegner gelten also nicht nur radikale Rechte, sondern auch Konservative.
Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez lud linke Politiker nach Barcelona.
In seiner Rede am Samstag rief Klingbeil zur Mobilisierung auf: „Die globale Rechte ist organisiert. Deshalb müssen wir es auch sein. Die radikale Rechte ist international. Und deshalb müssen wir es auch sein. (…) Ich bin überzeugt, Genossen, das ist nicht nur ein politischer Wettbewerb. Das ist ein Kampf um die Demokratie. Und wir haben vor, ihn zu gewinnen.“
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