Fotos eines Kinderprogramms im Islamischen Kulturzentrum Graz haben für Aufregung gesorgt. Auf den Bildern eines Ramadan-Empfangs, über den zunächst die Zeitung Heute berichtete, sind Mädchen im Kindergarten- und Volksschulalter mit Kopftüchern zu sehen. Die Aufnahmen wurden vom Zentrum selbst veröffentlicht. Sie zeigen mehrere Kinder, die in Reihen sitzen, teilweise vollständig in weiße Gewänder gehüllt.
Kritik kommt von der FPÖ. Deren Grazer Politiker René Apfelknab bezeichnete die Bilder laut Heute als „verstörend“. Wörtlich erklärte er: „Das Islamische Kulturzentrum Graz selbst belegt mit diesen Fotos unmissverständlich, wie massiv die kulturellen und gesellschaftspolitischen Unterschiede zwischen der einheimischen Bevölkerung und den Anhängern eines derart ausgestalteten Islams sind.“
Das Islamische Kulturzentrum weist den Vorwurf zurück. Gegenüber Heute erklärte die Einrichtung, es gebe „selbstverständlich keine Pflicht“ zum Tragen eines Kopftuchs für Kinder, die die religiöse Mündigkeit noch nicht erreicht hätten. Weiter heißt es: „Dass Kinder in jungen Jahren ihre Eltern sehr gerne nachahmen, dürfte allgemein bekannt sein. Deswegen ist es üblich, kleine betende Kinder und solche, die wie ihre Eltern gekleidet sind, in einer Moschee zu sehen.“
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