Die ARD hat eine Meldung in der 20-Uhr-Ausgabe der „Tagesschau“ nachträglich verändert, nachdem sie den Fall Collien Fernandes/Christian Ulmen unzutreffend dargestellt hatte. Betroffen war die Sendung vom 29. März. Darin hieß es zunächst, in Deutschland gingen „seit Tagen“ Menschen „um gegen digitale Gewalt zu demonstrieren. Heute forderten in München nach Angaben der Veranstalter etwa 6.000 Menschen strengere Gesetze gegen manipulierte Pornografie im Internet.“ Zuerst berichtete Apollo News.
In der inzwischen in der ARD-Mediathek abrufbaren Fassung endet der Beitrag an dieser Stelle. Die Passage wurde im Nachhinein gekürzt. Die ursprüngliche Version ist online nicht mehr verfügbar. Nach einer Rekonstruktion der archivierten Untertitel sagte der Sprecher ursprünglich noch: „Auslöser sind die Vorwürfe der Schauspielerin Collien Fernandes. Ihr Ex-Mann Christian Ulmen habe solche Videos im Internet verbreitet. Ulmen bestreitet das.“
Die ARD versah die bearbeitete Fassung später mit einem Korrekturhinweis. Darin heißt es: „Diese Sendung wurde nachträglich bearbeitet. In einer früheren Version der Meldung zur Demonstration in München konnte der Eindruck entstehen, dass Frau Fernandes ihrem Ex-Mann vorwirft, manipulierte Videos im Internet zu verbreiten. Der Vorwurf von Fernandes lautet richtig: Ulmen soll jahrelang im Internet Fakeprofile erstellt und darüber hinaus pornografische Darstellungen verbreitet haben.“
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