In Zeiten grassierender Judenfeindlichkeit, die längst auch in Teilen der Politik angekommen ist, wollen wir die schlimmsten Ausfälle sichtbar machen. Dafür verleiht NIUS jeden Freitag die „Goldene Wassermelone“ – einen Negativ-Preis für besonders auffällige Antisemiten. Die Wassermelone steht wegen ihrer Farben für die Palästina-Solidarisierung und damit auch für den Hass auf den jüdischen Staat. Diese Woche heißt unser Preisträger Erik Uden.
Der Antisemit unserer Tage nennt sich gern „Antizionist“. Da der Zionismus aber nichts anderes ist als das Bestreben nach staatlicher Selbstbestimmung für das jüdische Volk, und zwar in seiner historischen Heimat, spricht jeder Antizionist Juden, und nur ihnen, als einzigem Volk dieses Recht ab. Er will ihnen vorenthalten, was er anderen, etwa den Palästinensern, die sich erst seit den 1960er-Jahren so nennen, zugesteht.
Und damit kommen wir zu Erik Uden, der in wenigen Tagen 23 Jahre alt wird. Zu jung, um mitbekommen zu haben, warum und unter welchen Umständen der Staat Israel entstand. Obwohl: Auf Social Media wirbt er für die Ausstellung „Anne Frank in Norden“, also hat er von der Shoah schon einmal gehört. Er wirkt sogar dabei mit, „da ich mein Leben lang Erinnerungsarbeit leiste“, also seit fast 23 Jahren. Großzügig gerechnet.
Profil des Erinnerungsarbeiters.
Für tote Juden wie Anne Frank hat Erik Uden, als Niedersachse sturmfest und erdverwachsen, also ein Herz. Jedenfalls, wenn sie Opfer der Nazis waren, nicht der Hamas. Den 7. Oktober müsste Uden als Erinnerungsarbeiter eigentlich mitbekommen haben, aber er interessiert sich nur dafür, wie sich die Juden in Israel gegen ihre Todfeinde wehren – nämlich mit „Apartheid“ und „Genozid“.
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