Der serbische Präsident Aleksandar Vučić hat den Fund von Sprengstoff nahe einer wichtigen Gasleitung im Norden des Landes öffentlich gemacht. Nach seinen Angaben entdeckten serbische Sicherheitskräfte bei Kanjiža unweit der Grenze zu Ungarn Sprengstoff und Zünder in der Nähe der Trasse. Vučić sprach von Material mit „verheerender Kraft“. Weitere Angaben zu möglichen Tätern oder Hintergründen machte er zunächst nicht.
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán erklärte, Vučić habe ihn telefonisch über den Vorfall informiert. Daraufhin berief Orbán für Sonntag eine Sitzung des nationalen Verteidigungsrats ein. Bei der betroffenen Infrastruktur handelt es sich um einen Abschnitt des Balkan-Stream-/TurkStream-Systems, über das russisches Gas über die Türkei und den Balkan auch nach Ungarn gelangt. Die Leitung zählt zu den wichtigen Versorgungsrouten für die Region.
Ob tatsächlich ein konkreter Sabotageversuch bevorstand, ist bislang offen. Öffentlich vorgelegt wurden bisher weder Fotos des Fundes noch nähere Angaben zu Motiv oder möglichen Tätern.
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