Es klang wie ein Hohn und war doch bitterernst: Die Wissenschaftsakademie Leopoldina in Halle, die berühmt und berüchtigt wurde, weil sie wie keine andere Institution in Deutschland den Lockdown in der Corona-Zeit flächendeckend und uneingeschränkt gefordert hatte, will jetzt unser Fleisch teurer machen (NIUS berichtete).
Der Vorschlag des Instituts sah vor, die Mehrwertsteuer von aktuell 7 Prozent auf 19 Prozent zu erhöhen. Damit würde etwa ein großes Steak (500g) von 7,59 Euro auf 8,44 Euro steigen. Ein Liter Milch würde etwa 13 Cent teurer.
Landwirtschaftminister Alois Rainer erteilt der Steuer-Erhöhung jedoch eine Absage. „In ihrem Koalitionsvertrag haben Union und SPD Steuererhöhungen eine Absage erteilt. Die Bundesregierung macht den Menschen außerdem keine Vorgaben, was sie essen sollen“, erklärt ein Sprecher des Ministeriums gegenüber Bild. Für den gelernten Metzgermeister gehöre Fleisch, Fisch genauso zu einer ausgewogenen Ernährung wie Obst und Gemüse.
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