Der Bonner Salafistenprediger Leonis Hamza, der auch unter seinem Alias Abdul Alim Hamza bekannt ist, wurde vor vier Tagen aus der Abschiebehaft entlassen. Der 32-jährige Kosovare bestätigte dies in einem Telefonat mit dem Focus. Zunächst zeigte sich Hamza bereit für ein Interview, zog jedoch diese Entscheidung am Montag zurück. „Auf Anraten meines Anwalts kann und werde ich mich nicht zu den Vorwürfen äußern“, erklärte er.
Hamza war vor einem Monat auf Anordnung des Bonner Ausländeramts festgenommen und in die Abschiebehaft nach Büren gebracht worden. Grundlage dieser Entscheidung war ein Bericht des Staatsschutzes der Polizei Bonn, der Hamza als extremistischen Prediger einstufte. Ihm wurde vorgeworfen, in seinen Predigten einen „dschihadistischen Salafismus“ zu propagieren, der die „freiheitlich-demokratische Grundordnung“ gefährde. Insbesondere über soziale Netzwerke wie TikTok erlangte Hamza Berühmtheit in der Szene der Hassprediger und soll gezielt junge, verunsicherte Menschen zu einer radikalen islamischen Strömung geführt haben, die sich an der Scharia und der Sunna, dem Leben des Propheten und seiner Gefährten, orientiert.
Neben Kontakten zu Hasspredigern wie Sheikh Ibrahim soll der 32-Jährige enge Kontakte ins Clan-Milieu haben. So posierte er auf Instagram mit niemand Geringerem als Arafat Abou-Chaker.
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