So machte Boris Pistorius seinen besten Jugendfreund zum Chef der Abschiebebehörde

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So machte Boris Pistorius seinen besten Jugendfreund zum Chef der Abschiebebehörde
Bildquelle: NiUS

Klaus Dierker ist ein normaler Polizist im mittleren Dienst in Osnabrück in Niedersachsen. Eines Tages wird er als Polizist im Zuge der sogenannten Flüchtlingskrise im Jahr 2015 in das Asylantenheim Bramsche-Hesepe abgeordnet. Dort verrichtet er seinen Dienst, bis er durch das niedersächsische Innenministerium zum Leiter des gesamten Flüchtlingsheims ernannt wird. Der damals zuständige Innenminister heißt Boris Pistorius.

Brisant: Nach NIUS-Informationen ist Klaus Dierker der beste Jugendfreund von Boris Pistorius. Später wird Dierker sogar zu einem der höchsten Beamten in Niedersachsen. Er wird von seinem Jugendfreund Boris Pistorius zum Leiter der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen abgeordnet.

NIUS veröffentlicht in einer mehrteiligen Serie tausende Seiten Abschiebe-Leaks aus dem Innersten der niedersächsischen Behörden. Die Dokumente zeigen, wie schwerste Straftäter – darunter Mörder, Vergewaltiger und Terroristen – über Jahre nicht abgeschoben werden. Die entsetzliche Konsequenz, wie etwa im Fall Liana K.: Menschen sterben. Oder Frauen werden vergewaltigt, Kinder missbraucht. Die Akten belegen die Verstrickungen zwischen Behörden, Innenministerium, Verfassungsschutz und Politik. Sie zeigen ein Netzwerk rund um die SPD, das wie ein Deep State die zentralen Positionen in den Sicherheitsbehörden besetzt.

Klaus Dierker kommt aus Osnabrück, Jahrgang 1960. Später wohnt er in Bissendorf und ist dort in der SPD kommunalpolitisch aktiv. Er spielt in seiner Kinder- und Jugendzeit Fußball zusammen mit Boris Pistorius und ist ein enger Freund der Familie Pistorius.

Er tritt nach dem Schulbesuch mit dem Abschluss der Mittleren Reife bereits als 16-Jähriger in den Polizeidienst ein. Später macht er laut eigenen Angaben, die NIUS nicht verifizieren konnte, ein Fachhochschulstudium für Verwaltungs- und Rechtslehre in Hildesheim. Dieses Studium eröffnet ihm die Polizeikarriere im gehobenen Dienst.

Ein Artikel der Neuen Osnabrücker Zeitung aus dem Jahr 2001 über den Werdegang von Klaus Dierker.

Lange Zeit arbeitet er als normaler Polizeibeamter in der Polizeidirektion Osnabrück. Am 27. Januar 2011 wählt ihn der außerordentliche Delegiertentag der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Hannover mit 97 Prozent zum stellvertretenden Landesvorsitzenden. Ein Artikel nennt ihn dabei den „50-jährigen Hauptkommissar“. Hauptkommissar ist die beamtenrechtliche Amtsbezeichnung für Polizeivollzugsbeamte im sogenannten gehobenen Dienst.

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