Abgabenquote auf Rekordhoch: IW spricht Warnung aus

vor 7 Monaten

Abgabenquote auf Rekordhoch: IW spricht Warnung aus
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Nach Einschätzung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln dürfte die Gesamtsumme aus steuerlichen Abgaben und Sozialbeiträgen im zu Ende gehenden Jahr deutlich anwachsen und 41,5 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) erreichen. Zuerst berichtete die Nachrichtenagentur Reuters darüber. Zum Vergleich: Im Jahr zuvor belief sich die Quote noch auf 40,2 Prozent. Auch für 2026 wird die Quote auf einem hohen Stand verweilen: Lediglich ein marginaler Rückgang auf 41,4 Prozent wird prognostiziert.

Die steigenden Beitragssätze der Sozialversicherungen sind Treiber der Entwicklung. Besonders deutlich angestiegen sind zuletzt die Beiträge für Kranken- und Pflegekassen. Während der allgemeine Beitragssatz der gesetzlichen Krankenkassen (GKV), der paritätisch von Arbeitgebern und Arbeitnehmern gedeckt wird, in den vergangenen Jahren offiziell stabil bei 14,6 Prozent blieb, hat sich die Abgabenbelastung für die Bürger durch den Anstieg des Zusatzbeitrags stark erhöht. Dieser ist seit seiner Einführung im Jahr 2015 von zunächst 0,9 Prozent auf durchschnittlich 2,5 Prozent im Jahr 2025 geklettert.

Auch die schlechten Aussichten beim Wirtschaftswachstum in der Bundesrepublik tragen zur Erhöhung der Quote bei. Für 2025 rechnen die IW-Experten nur mit einem minimalen Wachstum der Wirtschaftsleistung, gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP), um 0,1 Prozent. Dies wiegt besonders schwer, wenn man berücksichtigt, dass sich Deutschland in den vergangenen zwei Jahren in einer Rezession befand. 2024 war das BIP im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Prozent gesunken, nachdem es 2023 um 0,3 Prozent eingebrochen war. Auch für 2026 erwarten die Experten kein sichtbares Wachstum des BIP. 2026 soll Europas größte Volkswirtschaft lediglich um 0,9 Prozent wachsen.

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