Interne Sicherheitsanalysen der Polizei, über die die Welt berichtet, skizzieren einen detaillierten Ablauf des AfD-Bundesparteitags und der Gegendemonstrationen in Erfurt. Die Polizei zieht darin eine positive Bilanz – von einem friedlichen Tag kann dennoch nicht die Rede sein. Der Parteitag konnte trotz umfangreicher Proteste und Störaktionen weitgehend abgesichert werden. Das interne Papier, das Welt vorliegt, nennt außerdem weitere konkrete Zahlen und erklärt, weshalb das Ziel des „Widersetzen“-Bündnisses, die AfD-Veranstaltung zu verhindern, scheiterte.
Die Polizei stellt fest: Während des Wochenendes wandten Beamte zahlreiche polizeiliche Maßnahmen an. Unter anderem gab es rund 700 unmittelbare Zwangsanwendungen gegen Demonstranten bei Durchbruchsversuchen. Dabei stellte sie die Identitäten von 950 Personen fest und erteilte 143 Platzverweise. Bislang seien 13 Ordnungswidrigkeiten und 72 Straftaten registriert worden, unter anderem gegen mehrere Täter, die drei Reporter von Apollo News angriffen (mehr dazu hier). Laut dem Bericht wurden über das Wochenende hinweg elf Polizeibeamte verletzt.
Nach einer ersten Bewertung der Sicherheitsbehörden beteiligten sich bis zu 1.000 Linksextremisten an den Protesten, weitaus weniger als im Vorhinein gedacht. Denn in einem Worst-Case-Szenario rechnete man mit bis zu 2.500. Auch allgemein blieb die Teilnehmerzahl hinter den Erwartungen der Polizei zurück. Ursprünglich rechnete man nämlich mit bis zu 50.000 Gegendemonstranten. Letztendlich waren es laut Polizei lediglich 31.000; davon beteiligten sich bis zu 12.000 an den Blockadeaktionen, die in rund 40 verschiedenen Versammlungslagen, darunter zahlreiche Blockaden, registriert wurden.
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