Zwischen Pathos und Panik: Was tun mit den Grenzen?

vor etwa 1 Jahr

Zwischen Pathos und Panik: Was tun mit den Grenzen?
Bildquelle: Tichys Einblick

Zwischen Pathos und Panik stellt sich die Frage nach dem Umgang mit den Grenzen: Soll man sie öffnend schließen, schließend offen halten – oder gar schießend offen beziehungsweise offen schließend? Wie lautet die richtige Entscheidung?

In kaum einer politischen Debatte offenbart sich die Zerrissenheit westlicher Staaten so eindrücklich wie in der Frage der Migration. Grenzen sollen geöffnet bleiben – doch nur für jene, die man als „Schutzsuchende“ definiert. Gleichzeitig sollen sie verschlossen sein – aber bitte ohne Mauern, Zäune oder Waffen. Humanität ja, aber nur mit dem Zusatz „Sicherheit bitte“. Ordnung ja, allerdings ohne Härte. Kontrolle ja, jedoch ohne Konsequenzen.

Dies ist die Quadratur des Kreises in politischer Gestalt. Während die Ampel-Koalition in Berlin beständig neue Wortkreationen präsentiert – von der „atmenden Obergrenze“ bis zur „integrationsfreundlichen Migration“ –, lodert an den Außengrenzen längst der Brand. Die Realität fragt nicht nach Begrifflichkeiten, sie schreitet unaufhaltsam voran.

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