Der ungarische Wahlkampf tritt in seine Endphase. Von außen betrachtet könnte man meinen, es gehe gar nicht um den Kampf zweier Parteien, sondern zweier Länder: Ungarn und die Ukraine. Der Ton zwischen ihnen hat den Bruchpunkt erreicht, die Rethorik ist fast kriegerisch. Kaum vorstellbar, dass die Beziehungen zwischen diesen beiden Regierungen jemals wieder repariert werden können.
Zunächst eine kleine Chronologie. Am 27. Januar stoppte die Ukraine die Transitlieferungen russischen Erdöls an Ungarn und die Slowakei, weil die „Druzhsba” (Freundschaft) Pipeline bei einem russischen Dronenangriff beschädigt worden sei. Seither wurden die Lieferungen nicht wieder aufgenommen.
Ungarn und die Slowakei werfen der Ukraine vor, die Lieferungen weiterhin zu blockieren, obwohl die Pipeline inzwischen repariert sei. Hierzu ging Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán an die Öffentlichkeit, mit Satellitenfotos, die beweisen sollen, dass die Schäden behoben sind (viel sieht man nicht, Schäden aber auch nicht).
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











