Am Freitagabend stach ein Mann in Berlin-Neukölln auf einen Polizisten ein und verletzte diesen schwer. Nur wenige Stunden nach dem Angriff war der 28-jährige mutmaßliche Täter wieder auf freiem Fuß. Ein Angriff mit Tötungsabsicht wurde nämlich nicht angenommen; unter anderem gebe es „keine gesicherten Erkenntnisse für einen gezielten Messereinsatz“, so die Generalstaatsanwaltschaft Berlin. Die Voraussetzungen für einen Haftbefehl sollen nicht erfüllt gewesen sein, so die Polizei. Das Opfer des Mannes wurde durch den Angriff lebensgefährlich verletzt und musste notoperiert werden. Nun sichten die Ermittler das Beweismaterial.
Am Sonntag, nur wenige Tage nach dem Angriff in Berlin, stach ein Kosovare in Halle (Saale) auf mehrere Menschen, darunter Kinder, ein und verletzte drei von ihnen. Bereits am Montag war der mutmaßliche Täter wieder frei – laut Staatsanwaltschaft liege auch hier „kein dringender Tatverdacht für einen Versuch des Tötungsdelikts mehr“ vor. Die Entscheidung, den Mann freizulassen, geschah, nachdem man ihn und Zeugen vernommen hatte.
Die Staatsanwaltschaft Halle lobte gegenüber der Bild den Täter, der ein zwölfjähriges Kind verletzt hatte: „Der Beschuldigte hat sich bei den Vernehmungen sehr kooperativ verhalten. Er hat selbst die Rettungskette ausgelöst.“ Offenbar sieht man auch deshalb die Gefahr, dass der Täter erneut gewalttätig werden könnte, nicht als hoch genug, um ihn in Gewahrsam zu halten.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











