Auf Anordnung des Generalbundesanwalts haben Beamte des bayerischen Landeskriminalamts zwei deutsche Staatsbürger chinesischer Abstammung festgenommen. Die Eheleute Xuejun C. und Hua S. werden verdächtigt, im Auftrag der Volksrepublik China Spionage in Deutschland betrieben zu haben.
„Um an wissenschaftliche Informationen über militärisch nutzbare Hochtechnologie zu gelangen, bauten sie Kontakte zu zahlreichen Wissenschaftlern an deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen auf, darunter insbesondere Lehrstuhlinhaber für die Bereiche Luft- und Raumfahrttechnik, Informatik oder Künstliche Intelligenz“, heißt es in der Pressemitteilung des Generalbundesanwalts. Ihren Zielen gegenüber hätten sie sich als Dolmetscher oder Vertreter chinesischer Unternehmen ausgegeben.
Unter falschen Vorzeichen sollen die beiden mutmaßlichen Spione Vertreter aus genannten Branchen zu Vorträgen nach China eingeladen haben. Angeblich, um dort gegen Honorar Vorträge vor einem zivilen Publikum zu halten. Tatsächlich seien die Vorträge dann aber vor Angehörigen staatlicher Rüstungsunternehmen gehalten worden.
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