Eigentlich hätte er Deutschland längst verlassen müssen, dennoch tötete Enamullah O. am Mittwoch zwei Menschen in Aschaffenburg. Wie jetzt bekannt wurde, war der aus Afghanistan stammende Täter nicht nur vollziehbar ausreisepflichtig, die Staatsanwaltschaft führte auch eine Liste von Ermittlungsverfahren gegen den 28-Jährigen, wie die Welt berichtet. Er hätte zum Tatzeitpunkt zudem eigentlich eine Strafe absitzen müssen.
Was ursprünglich in den Medien mit „in der Vergangenheit psychisch auffällig“ beschrieben wurde, entlarvt sich als eine Reihe von Handlungen, die von regelrechter Gewaltbereitschaft zeugen. Widerstand und tätliche Angriffe gegen Beamte, vorsätzliche Körperverletzung und Sachbeschädigung sind nur einige Vorwürfe, die gegen O. erhoben wurden.
Im Mai vergangenen Jahres schlug der Afghane zunächst eine Beamtin des Polizeireviers in Aschaffenburg und soll anschließend das Holster eines Polizisten gegriffen haben. Später öffnete er dann auch die Primärsicherung eines Holsters von einem anderen Beamten. Mit viel Mühe gelang es den Einsatzkräften, dem Angreifer Hand- und Fußfesseln anzulegen. Drei Polizisten verletzte der Täter dabei.
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