Am Sonntagabend ging es in der ARD-Sendung Caren Miosga um das Attentat in Aschaffenburg. Die Zeit-Redakteurin Vanessa Vu erklärte dabei, dass Täter wie Enamullah O. „nicht die Hilfe erhalten [haben], die sie gebraucht hätten, um solche Taten nicht zu begehen.“ Zudem verwies sie darauf, dass die Täter von Magdeburg, Solingen und Aschaffenburg alle Männer gewesen seien. Das Geschlecht sei das „einzige wirklich verbindende Merkmal, nicht einmal ideologischer Natur oder eine bestimmte Herkunft.“
Vanessa Vu sagte, dass laut einer Studie nur vier Prozent der Flüchtlinge die psychologische Hilfe bekommen, die sie brauchen. Die Perspektivlosigkeit in Asylheimen würde zu Spannungen unter den Bewohnern der Heime führen. Bei den ukrainischen Frauen, die nach Deutschland gekommen sind, habe es keine Probleme gegeben, weil es eine andere Hilfsbereitschaft gab, so Vu.
Der Journalist Ronen Steineke von der Süddeutschen Zeitung sagte, dass auch Arbeitslosigkeit dazu beiträgt, dass Migranten kriminell werden könnten. „Die Leute kommen mit Träumen“, sagte er. Das Problem sei, dass Migranten in den ersten Monaten nicht arbeiten dürfen, selbst wenn sie es könnten. Und auf einen Platz im Deutschkurs müsse man lange warten, weil es viele Mitbewerber gebe.
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