Was in Deutschland für Empörung sorgt, ist in Spanien und der Schweiz längst Alltag. In beiden Ländern zahlen die Patienten ihre Zahnarztbesuche selbst. Eine internationale Studie belegt: Bei der Mundgesundheit liegen beide Länder trotzdem vor Deutschland.
Vorschläge aus den Reihen der CDU zur Reform der Sozialsysteme haben zu heftigen Kontroversen geführt. Die jüngste Forderung des CDU-Wirtschaftsrats, die Zahnbehandlung als Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung zu streichen, lehnte Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) ab. Der ehemalige Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte schon vor erheblichen Folgekosten eines solchen Schrittes gewarnt, weil Zahnkrankheiten Diabetes, Demenz oder Herzinfarkt begünstigen könnten.
Die Spanier reiben sich angesichts solcher Schreckensszenarien verwundert die Augen, bemerkt das Handelsblatt. In Spanien kommt die gesetzliche Versicherung nur für Notfälle und für das Zahnziehen auf. Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre übernimmt sie die Zahnvorsorge, die oft in den Schulen stattfindet.
Parteipressekonferenzen von Die Linke, CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen











