Die Asyl-Zuwanderung bringt uns dringend benötigte Fachkräfte, behauptet die Bundesregierung. Doch die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit widersprechen der Darstellung. Demnach suchen 70 Prozent der arbeitssuchenden Asyl-Migranten aus den Top-8-Asylländern lediglich eine Helfertätigkeit, da sie über keine Qualifikationen verfügen.
Das grundlegende Problem: Die Bundesregierung trennt nicht zwischen Asylzuwanderung und tatsächlicher Fachlkräftezuwanderung, wie ein aktuelles Interview des Bundeskanzlers mit dem Nordkurier zeigt. Darin hatte Olaf Scholz (SPD) erklärt: „Wer Schutz vor politischer Verfolgung sucht und zu uns kommt, erhält Schutz in Deutschland – so schreibt es unser Grundgesetz vor. Und unser Arbeitsmarkt braucht Zuwanderung, weil uns Arbeitskräfte fehlen, DAS gefährdet unseren Wohlstand.“ Auch bei einer Gesprächsrunde zum Thema „Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten“ sprach Olaf Scholz (SPD) Ende September über Asyl-Migration, als würde sie mit einer qualifizierten Zuwanderung einhergehen, die den Fachkräftemangel beheben könne. Die aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit widerlegen diese Suggestion jedoch eindeutig.
Die Bundesagentur teilt Berufsqualifizierungen in ihrer Arbeitslosenstatistik in vier Kategorien: Helfer, Fachkräfte, Spezialisten und Experten. Demnach suchen 70 Prozent der als arbeitssuchend geführten Asyl-Migranten, die aus den Top-8-Asylländern kommen, eine Helfer-Tätigkeit und keine Beschäftigung als Fachkraft. Die Top-8-Asylländer sind Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien. Nur 15 Prozent halten demnach Ausschau nach einer Stelle mit Fachausbildung Ausschau, weitere 5 Prozent suchen eine Beschäftigung als „Spezialisten und Experten“. Bei fast jedem zehnten (9 Prozent) der rund 520.000 Asylmigranten auf Jobsuche wurde keine Angabe gemacht.
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