NRW: Binnen zehn Jahren explodierte die Zahl junger Straftäter

vor 8 Monaten

NRW: Binnen zehn Jahren explodierte die Zahl junger Straftäter
Bildquelle: Tichys Einblick

Die Kriminalistisch-Kriminologische Forschungsstelle (KKF) des Landeskriminalamtes (LKA) und die Universität zu Köln (Institut für Soziologie und Sozialpsychologie) fördern aktuell mit einer 72 Seiten umfassenden Studie erschreckende Daten über die Entwicklung der Kinder- und Jugendkriminalität zu Tage. Untersucht wurden die Jahre 2013 bis 2024 (7. Jahrgangsstufe) bzw. 2015 bis 2024 (9. Jahrgangsstufe). In die Studie wurden Polizeiberichte („Hellfeld“) und anonyme Schülerbefragungen („Dunkelfeld“) einbezogen. Befragt wurden 3.800 Schülerinnen und Schüler der 7. und 9. Klassen an 27 Schulen in Gelsenkirchen, Marl und Herten.

Die Ergebnisse sind erschreckend: Unter den 6- bis 13-Jährigen hatten wegen Gewalttätigkeit 114 Prozent mehr als zuvor mit der Polizei zu tun. Bei 14- und 15-Jährigen gab es ein Plus von 21,6 Prozent. Immer jüngere Kinder schlagen zu – schon 11- und 12-Jährige tauchen in der Kriminalstatistik auf. Ebenfalls nicht beruhigend: Die meisten Kinder tragen kein Messer – doch jeder Zehnte gibt zu, schon einmal eins dabei gehabt zu haben

Im Ausland geborene Kinder sind als Gewalttäter besonders auffällig. Beispiel Siebtklässler: Unter in Deutschland Geborenen gab es 2013 2.902, im Jahr 2024 3.579 Gewalttaten (ein Plus von 23 Prozent). Unter in Ausland Geborenen gab es 2013 408, im Jahr 2024 1.972 Gewalttaten (ein Plus von 383 Prozent).

Auch Mädchen „holen auf“. Die Zahl der tatverdächtigen Siebtklässlerinnen stieg von 777 (2013) auf 1.447 (ein Plus von 86 Prozent); bei Siebtklässlern von 2.533 (2013) auf 4.104 (ein Plus von 62 Prozent).

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