„Zahl der Asylbewerber darf nicht sechsstellig sein“: Merz-Ziel bei der „Migrationswende“ geplatzt – über 100.000 Asylbewerber

vor 7 Monaten

„Zahl der Asylbewerber darf nicht sechsstellig sein“: Merz-Ziel bei der „Migrationswende“ geplatzt – über 100.000 Asylbewerber
Bildquelle: NiUS

Deutschland verzeichnet auch 2025 wieder mehr als 100.000 Asyl-Erstanträge. Das zeigen die aktuellen November-Daten des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge. Trotz deutlich sinkender Anerkennungsquoten bleibt der Großteil der Antragsteller im Land – Rückführungen kommen weiterhin nur langsam voran, berichtet die Welt. Die von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gesetzte Obergrenze von Asylbewerbern – im Rahmen der „Migrationswende“ – wurde nicht erreicht.

Bis Ende November wurden 106.298 Erstanträge gestellt. Die monatlichen Zugänge liegen seit dem Frühjahr stabil bei etwas mehr als 8000 Fällen, mit leichten Ausschlägen nach oben oder unten. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Rückgang um etwa die Hälfte. Gründe sind vor allem ein verschärfter Grenzschutz seit Mai sowie die politische Entwicklung in Syrien nach dem Sturz des Assad-Regimes.

Damit bestätigt sich ein langfristiger Trend: Zum 13. Mal in Folge wird in Deutschland die Marke von 100.000 Asylbewerbern überschritten. Zwischen 1998 und 2012 lag die Zahl der Erstanträge durchgehend darunter, in einzelnen Jahren sogar extrem niedrig. Der absolute Tiefpunkt wurde 2007 mit nur rund 19.100 Erstanträgen erreicht.

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