Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping fasste bereits 2024 eine Invasion ins Visier, glaubt der ehemalige japanische Verteidigungsminister Satoshi Morimoto in einem Interview mit der taiwanesischen Zeitung Taipei Times. In dem Gespräch äußerte sich Morimoto außerdem zu diversen Themen der taiwanesisch-japanischen Beziehungen, etwa zu einem möglichen japanischen Beistand im Fall eines chinesischen Angriffs.
Morimoto bezog sich dabei auf im Netz publizierte chinesische Dokumente: Demnach habe Xi nach der 3. Plenartagung des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas im Sommer 2024 eine Invasion Taiwans geplant, sei aber von Zhang Youxia, dem Vize der Zentralen Militärkommission, die gemeinsam den Oberbefehl über die chinesischen Streitkräfte innehat, davon abgehalten worden.
Eigentlich galt bisher 2027 als interne Frist, zu der die chinesischen Streitkräfte militärisch fähig sein sollten, eine mögliche Invasion der Insel durchzuführen. 2024 wäre damit deutlich vor diesem Zeitplan gewesen – aber auch ein US-Wahljahr mit hoher Ungewissheit, die Peking womöglich versucht hätte auszunutzen.
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