Wüst und Söder führen Stellvertreterkrieg um Große Ferien

vor 12 Monaten

Wüst und Söder führen Stellvertreterkrieg um Große Ferien
Bildquelle: Tichys Einblick

Du bist ein junger Mann in Troja. Dein Vater und deine Brüder sind im Krieg gefallen, du selbst musst ständig in die Schlacht und gescheit zu essen gibt es wegen der Blockade auch nicht. Das alles nur, weil der blöde Paris nicht die Hände von Helena lassen kann, obwohl die eigentlich mit Menelaos verheiratet ist. So entstehen Kriege – und die einfachen Bürger müssen darunter leiden.

So gesehen geht es den Bayern, Schwaben, Badenern und Württembergern noch vergleichsweise gut. Die müssen nicht in den Krieg mit Nordrhein-Westfalen ziehen. Noch nicht. Obwohl sich ihre beiden Landesväter gerne streiten. Aktuell ist das Recht der Bayern auf späte Sommerferien in Gefahr. Dieses Privileg wird unter anderem von Nordrhein-Westfalen bezweifelt, die ihre Kinder auch mal bis September von der Schule daheimlassen wollen.

Deren Ministerpräsident Hendrik Wüst ist wie Menelaos schlau genug, andere nach vorne, in dem Fall vor die Kamera ziehen zu lassen, um diesen Ferienkrieg zu führen. Andere vor die Kamera zu lassen ist aber nicht die Sache von Markus Söder. Oder schlau sein. Aber schlau wirken, das will der bayerische Ministerpräsident gerne. Deswegen sagt er, die späten Ferien gehörten zur “DNA der Bayern”.

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