Sojaschnitzel für alle! Überspitzt ist das die Grundaussage des neuen Berichts „Alternativprodukte zu tierischen Lebensmitteln als Beitrag zu einer nachhaltigeren Ernährung“ des wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik beim Umweltministerium, der im Juli veröffentlicht wurde. Konkret fordert der Beirat, Fleisch zu verteuern und die Steuern auf pflanzliche Alternativprodukte zu senken. Außerdem sollen digitale Daten gesammelt werden, um die Ernährungsgewohnheiten der Menschen zu analysieren.
„Pflanzliche Alternativprodukte“ werden als Lebensmittel definiert, die sensorisch und geruchlich an Fleisch erinnern sollen. Also zum Beispiel Sojaschnitzel oder Ersatzprodukte aus Erbsenprotein oder Weizen. In dem Bericht wird empfohlen, dass Restaurants und Lebensmittelhändler sowie Konsumenten die „3-R Strategie“ anwenden sollen: „reduce“ (tierische Produkte reduzieren), „remix“ (tierische und Alternativprodukte mischen), „replace“ (Fleisch durch Alternativprodukte oder Gemüse ersetzen).
Fleisch soll in kleineren Portionsgrößen verkauft werden, wohingegen Fleischersatzprodukte vielfältig angeboten und alltagstauglich sein sollen. Die Mehrwertsteuer für Ersatzprodukte soll von 19 Prozent auf sieben Prozent gesenkt werden, zugleich wird „eine schrittweise, moderate Erhöhung der Mehrwertsteuer auf tierische Lebensmittel“ empfohlen. Außerdem wird die Einführung eines Klimalabels empfohlen, das die „Klimawirkung“ darstellen soll.
Parteipressekonferenzen von Die Linke, CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen











