Der designierte Wahlkampfmanager der Grünen, Andreas Audretsch, hat am Mittwochabend mit Schuldzuweisungen an die Opposition auf Granit gebissen. Audretsch argumentierte bei Markus Lanz, dass an diversen Missständen vor allem Union und FDP schuld seien. Der Talkshow-Host ließ dem Grünen-Politiker das nicht durchgehen.
Für die diversen Missstände im Land hat Grünen-Politiker Audretsch, immerhin Abgeordneter der Regierungskoalition im Bundestag, einen Hauptschuldigen ausgemacht: Oppositionsführer Friedrich Merz. Der Berliner Politiker referiert über diverse Investitionsrückstände, zum Beispiel Schulen in seinem Bezirk Neukölln, in die es regelrecht reinregnen würde. Deutschland habe „eine Infrastruktur, die marode ist.“ Das sei „ein katastrophaler Zustand“. Die Grünen wollten eine „Zukunft bauen“ und dafür die Schuldenbremse „reformieren“. Es gäbe nur ein Problem: „Und das heißt auf Bundesebene Friedrich Merz“. Der verhindere, mit Markus Söder zusammen, eine Aufweichung der Schuldenbremse.
„Herr Audretsch, Sie sagen jetzt gerade nicht: wenn Friedrich Merz und Markus Söder in Deutschland keine Politik mehr machen, dann ist alles gut?“ Audretsch meint: „Nicht alles, aber…“ und erntet so eine fassungslose Reaktion von Lanz. „Aber fast alles? Das ist nicht Ihr Ernst!“
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