Im Interview mit dem Handelsblatt rechnet der Drägerwerk-Chef, Stefan Dräger, mit der schwarz-roten Regierung ab. Ihn beunruhige, „dass sowohl bei den Mandatsträgern in der Politik als auch in der Bevölkerung das Wissen zurückgeht, woher unser Wohlstand kommt“, kritisiert der Chef des Medizin- und Sicherheitstechnikunternehmens.
„Der (Wohlstand) nämlich entsteht durch unternehmerisches Handeln, und zwar ausschließlich“, führt Dräger aus. Der Vorstandsvorsitzende von Drägerwerk erklärt, dass immer mehr Menschen denken würden, dass Wohlstand durch den Staat und nicht durch Unternehmen generiert wird. „Das ist unser großes Problem“, betont Dräger.
Der Chef des Familienunternehmens beschreibt, dass ein wachsender Anteil von Sozialhilfeempfängern und einige Politiker nicht verstünden, „welche Rolle die Unternehmen spielen“. Die aktuelle Regierung würde Dräger zufolge die falschen Anreize setzen. Doch noch mehr als um die Bundesregierung mache er sich Sorgen wegen der Europäischen Union.
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