Wirtschaftsrat-Boss kritisiert Reformstau: „Die sozialdemokratischen Abwehrmauern werden immer höher gezogen“

vor 5 Monaten

Wirtschaftsrat-Boss kritisiert Reformstau: „Die sozialdemokratischen Abwehrmauern werden immer höher gezogen“
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Noch keine Gesellschaft ist zur Blüte gelangt, die sich weigert, unangenehme Informationen wahrzunehmen, und stattdessen die Überbringer schlechter Nachrichten verstößt. Doch genau diese „Shooting the messenger“-Methode beobachtet Wolfgang Steiger, Generalsekretär des CDU-Wirtschaftsrats, täglich. Reformideen werden verrissen und ihren Überbringern böswillige Gesinnung attestiert.

Wenn jemand sich für den Kauf eines Autos entschieden hat, dann hört er lieber nur noch Kritik, die ihn in dieser Entscheidung bestärkt, als andersherum. Die Sozialpsychologie nennt es „Reduzierung der kognitiven Dissonanz“. Alternativen rücken so in weite Ferne, erklärt Steiger in seiner aktuellen wirtschaftspolitischen Kolumne. „Für die Bewältigung des Alltags kann diese Technik durchaus hilfreich sein, für politische Akteure ist ein solches Verhaltensmuster dagegen fatal.“

Doch genau nach diesem Muster kanzelte etwa die SPD-Vorsitzende Bärbel Bas dieser Tage reihenweise Reformvorschläge von der telefonischen Krankschreibung über das Recht auf Teilzeit bis zur stärkeren Eigenbeteiligung, einhergehend sogar mit Steuersenkungen, rüde als „Abrissbirne für die Rechte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern“ ab. Wer so etwas vorschlage, habe keinen Respekt vor dem Leben, der Leistung und den Problemen ganz normaler Menschen.

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