Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche geht auf Distanz zu den Geschäftspraktiken der Weimer Media Group. Die CDU-Politikerin zählt zu den Stammgästen des Ludwig-Erhard-Gipfels. Bei dessen jüngster Auflage im Mai 2025 trat sie als frisch ins Amt gekommenes Regierungsmitglied auf und nahm auch an der „Executive Night“ teil. Doch davon, dass Wirtschaftsvertreter extra zahlen, um bei diesem exklusiven Abendessen Kontakte zu Ministern zu knüpfen, wusste sie nichts. So stellt es ihr Ministerium auf Anfrage von Apollo News dar.
Die von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer und seiner Ehefrau gegründete Weimer Media Group veranstaltet den Ludwig-Erhard-Gipfels am Tegernsee. Zur „Executive Night“ im Rahmen des Gipfel erhalten nur ausgewählte Gäste Zugang – entweder, weil sie als Topmanager oder Spitzenpolitiker wichtig genug sind, oder weil sie genug zahlen.
Für den kommenden Gipfel im April 2026 bietet die Weimer Media Group interessierten Unternehmern oder Lobbyisten Kooperationspakete für 60.000 bis 80.000 Euro an, in denen die Teilnahme an der „Executive Night“ enthalten ist. In Verkaufsgesprächen wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass man dort mit Mitgliedern der Bundesregierung ins Gespräch kommen könne. Das machten Recherchen von Apollo News öffentlich. Seitdem steht Wolfram Weimer massiv unter Druck. Er kündigte an, seine Gesellschaftsanteile an dem Familienunternehmen vorübergehend an einen Treuhänder zu geben.
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