Grundsätzlich hält die EU-Kommission an ihrer Haltung fest: Die Zukunft des Autos ist elektrisch, und die Produzenten sollen ihre Anstrengungen ganz auf die Weiterentwicklung dieser Fahrzeuge richten. Mit dieser Haltung wird die Kommission bei den Mitgliedsländern einen schweren Stand haben. Europa ist für das E-Auto nicht bereit, analysieren Fachleute der Neuen Zürcher Zeitung und begründen das mit fünf Beispielen.
Für Verbrennerautos existiert auf dem Kontinent eine verästelte Industrie mit Herstellern, Zulieferern und viel Ingenieurswissen. Ein solches Ökosystem gibt es für E-Autos nicht. Aber die EU hat es schon mit Industriepolitik versucht – und ist häufig gescheitert.
Weil in Europa ein Ökosystem für E-Autos fehlt, haben sich gerade deutsche Hersteller lange Zeit auf eher teure Modelle spezialisiert. So konnten sie sich der chinesischen Konkurrenz erwehren. Diesen Mangel will die EU nun beheben, indem sie neu eine Fahrzeugkategorie schafft für kleine „leistbare“ E-Autos, deren Länge maximal 4,2 Meter beträgt. Erfolgsaussichten: Zweifelhaft.
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