„Wie verwahrlost zum Teil unsere Innenstädte sind“: Merz versucht, seine „Stadtbild“-Aussage umzudeuten

vor 7 Tagen

„Wie verwahrlost zum Teil unsere Innenstädte sind“: Merz versucht, seine „Stadtbild“-Aussage umzudeuten
Bildquelle: Apollo News

Am Donnerstagabend musste sich Friedrich Merz bei RTL den Fragen mehrerer Bürger stellen. Dabei versuchte er, als es um das Thema Migrationspolitik ging, seine eigene „Stadtbild“-Aussage aus dem Oktober 2025 zu revidieren. Der Kanzler musste sich der Kritik eines enttäuschten CDU-Wählers und Familienvaters an der Familienpolitik stellen, ebenso der Kritik einer Kinderärztin, eines Unternehmers und einer Pfarrerin. Aus Sicht der Bürger hat Merz in allen großen Politikfeldern versagt.

Eine junge Pfarrerin aus Sachsen-Anhalt sagte, dass sie „schwer schockiert“ über Merz’ Aussagen zum Stadtbild gewesen sei. Denn sie nehme die Worte so wahr, dass durch diese Aussage Menschen pauschal abgewertet würden: „Weil gesagt wird, bestimmte Menschen, wenn du so aussiehst, dann gehörst du nicht ins Stadtbild.“ RTL-Moderatorin Pinar Atalay fragte Friedrich Merz, ob er die Aussage bereue. „Nein“, antwortete dieser.

Dann nahm er aber eine inhaltliche Einschränkung vor, die sich so in der Originalaussage von 2025 nicht finden lässt: „Ich habe immer gesagt, dass ich das nicht nach äußerem Erscheinungsbild von Menschen beurteile, sondern wie verwahrlost zum Teil unsere Innenstädte sind.“ Als Atalay einwandte, dass die Aussage gemeinhin eher auf Menschen mit Migrationshintergrund bezogen worden sei, sagte der Kanzler, dass die Medien das daraus gemacht hätten.

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