„Selbstverständlich werden wir keine gemeinsame Sache mit der AfD machen. Wir bringen eine Partei an den Start, damit all die Menschen, die (…) AfD wählen, eine seriöse Adresse haben“. Dieser Satz ist sozusagen der Gründungsmythos, auf dem das Bündnis Sahra Wagenknecht fußt. Die Namensgeberin selbst proklamierte ihn auf der Pressekonferenz zur Gründung. Eine Art AfD-Blocker oder -Ersetzer zu sein – das war die erklärte Mission dieser jüngsten Partei. Um gerade im Osten politischen Raum einzunehmen, den Björn Höcke, Jörg Urban oder andere AfD-Landeschefs dann nicht mehr ausfüllen können.
Diese Strategie war ein Strohfeuer: In Thüringen sicherte man sich im Rahmen einer ganz großen Anti-AfD-Koalition Macht und Ministerposten, opferte dafür aber in bestimmten Kreisen die „alternative“ Glaubwürdigkeit und macht in der Regierung auch keine sonderlich gute Figur. In Sachsen stieg man wiederum aus den Koalitionsverhandlungen aus – angeblich auf Drängen von Wagenknecht, die die Mechanismen einer Kader-Partei nach alter sozialistischer Schule durchgesetzt hat.
Für die nächsten Wahlen in Ostdeutschland, in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, will sich das BSW jetzt wappnen. Aber die proklamierte Mission, der AfD das Wasser abzugraben, ist insgesamt gescheitert – und die Ausgangslage könnte für das BSW schlechter kaum sein. Die AfD ist stärker denn je, man selbst hingegen ist eine politisch marginalisierte Truppe an der Schwelle zur Bedeutungslosigkeit.
DEUTSCHLAND: Klingbeil präsentiert Regierungsentwurf des Bundeshaushalts 2027 & Finanzplan bis 2030











