Die ARD nutzte in der Sendung „Die 100 – was Deutschland bewegt“ eine deutliche Bildsprache: der kleine Bürger unten, die klugen Hauptstadt-Journalisten oben ...
In „Die 100 – was Deutschland bewegt“ zeigte der öffentlich-rechtliche Sender eindrucksvoll, aus welcher Perspektive man die Gebührenzahler betrachtet. Immer wieder wurden die 100 Kandidaten – die nicht weniger als die deutsche Gesellschaft und deren Meinungen repräsentieren sollten – wie eine Ansammlung ehrfürchtiger Lemminge gezeigt, die sich von über ihnen stehenden Moderatoren abwechselnd bespaßen, belehren und demütigen ließen.
Deutschland-Fähnchen wurden verteilt: Jetzt bitte jubeln, wie groß unser Wohlstand ist! Dann wieder eingesammelt: Das Milliarden-Schuldenpaket ist vielleicht doch nicht so toll, die Feier-Utensilien jetzt bitte weglegen! Kurz darauf werden Tagesschau- und Tagesthemen-Moderatoren und auch Kanzler Merz wie Ikonen auf gigantischen Displays gezeigt – die Kandidaten werden von oben gefilmt, wie sie stumm zu ihnen emporschauen.
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