Erst nach acht Wochen darf man einen Hundewelpen von seiner Mutter trennen. Bei Katzen sind es zwölf. Mit Menschenkindern und ihren Müttern geht man weniger zimperlich um: Direkt nach der Geburt nimmt man Leihmüttern die Kinder weg, obwohl sich über neun Monate hinweg ein Band zwischen der Schwangeren und dem Ungeborenen aufgebaut hat.
Die Stimme, an die sich das Kind pränatal gewöhnt hat, der Leib, in dem es geborgen war, und von dem es versorgt wurde: Die gesamte Bindung bricht innerhalb kürzester Zeit Weg, zum Wohle des Kunden, der seinen Kinderwunsch erfüllen will, koste es, was es wolle – und sei es eben die mentale (und auch physische) Gesundheit des Kindes, sei es das moralische Recht auf einen Vater und eine Mutter.
Nicht selten inszenieren sich solche „Eltern“ als hätten sie selbst die Kinder geboren, stellen Fotos und sogar Videos von der Zusammenführung mit „ihrem“ Kind ins Netz – eine Zusammenführung, die für die Leihmutter mit Schmerz, für das Kind mit einer traumatisierenden Erfahrung verbunden ist.
Pressekonferenz mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte | 06.07.2026











